Für Ärzte
TI-Anbindung ohne Praxisausfall: So planen Sie den Umstieg
08. April 2026·1 Min Lesezeit·von Lucas Flores
Telematikinfrastruktur, KIM und ePA stressen den Praxisalltag. Wir zeigen, wie der Umstieg ohne Wartezimmer-Stau gelingt.
Der TI-Konnektor ist für viele Praxen eine Black Box. Erst lief er Jahre ohne Murren, dann meldete er plötzlich „nicht erreichbar" – mitten in der Sprechstunde.
Was im Hintergrund tatsächlich passiert
Der Konnektor terminiert eine VPN-Verbindung zur Telematikinfrastruktur und vermittelt darüber Anwendungen wie eAU, KIM-Mail, ePA und das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM).
Drei Fehlerquellen, die wir täglich sehen
- Stromversorgung: Konnektoren teilen sich oft eine Steckdosenleiste mit einem Drucker, der beim Einschalten den Konnektor mitreißt.
- Netzwerk: Doppelte DHCP-Server (Router + Konnektor) führen zu IP-Konflikten.
- Zertifikate: SMC-B-Karten laufen nach 5 Jahren ab – die Erneuerung wird gerne vergessen.
Unser Vorgehen für einen ruhigen Umstieg
- Bestandsaufnahme inkl. Karten-Laufzeiten
- Test-Konnektor parallel aufbauen, Routing über Mittwochnachmittag testen
- Cutover am ruhigsten Tag der Praxis
- 48 h hot-standby vor Ort
Fazit
Mit klarer Reihenfolge ist die TI-Anbindung kein Risiko mehr. Wir begleiten Praxen in Bergisch Gladbach und Köln durch alle Phasen.